Schweizer Bankgeheimnis und Steuerstreit mit der EU

13. Januar 2009

Die Schweiz wird von Österreich im Streit um das Schweizer Bankgeheimnis und dem Steuerstreit unterstützt.

Der erste Arbeitsbesuch des neuen österreichischen Bundeskanzlers führte ihn nach Bern. Bei einer Medienkonferenz zeigte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann viel Verständnis für den Standpunkt der Schweiz im Steuerstreit mit der EU. Er sieht keinen Widerspruch zwischen Bankgeheimnis und Rechtsstaat. Für ihn ist eine moderne Wirtschaft und Föderalismus vereinbar.

Die EU vertritt die Meinung, Freihandelsabkommen und kantonale Steuersouveränität seien nicht miteinander vereinbar.
Brüssel verlangt, dass die steuerlichen Anreize in der Schweiz abgeschafft werden.

Die Schweizer Grossbank UBS kauft Problem Anleihen im Wert von 20 Milliarden Franken zurück

11. August 2008

US-Rechtsstreitigkeiten veranlassen die Schweizer Grossbank UBS dazu einem Vergleich zuzustimmen.

Die UBS kauft illiquid gewordene ARS Anleihen (Auction-Rate Securities) für knapp 19,4 Milliarden US Dollar von ihren Kunden zurück. Viele führende Investmentbanken haben die Auction Rate Securities (ARS) ihren Kunden in den USA verkauft.
Auction Rate Securities sind langfristige Schuldverschreibungen von Studentenkreditgebern, Museen, Gemeinden, und anderen Institutionen, deren Zinssätze in einem regelmässigen Turnus durch Auktionen neu festgelegt werden. Diese Papiere wurden als sicher angepriesen.

Im vergangenen Frühling kam durch die Kreditkriese der Handel mit diesen Anleihen praktisch zum Erliegen. Der Rückkauf der Anleihen wird vermutlich erneute Abschreibungen der UBS zur Folge haben.

Schweizer Banken werden weniger Deutsche einstellen

26. Februar 2008

Die Angst der Schweizer Finanzinstitute vor Spionage ist groß.

Der Verband der Privatbankiers hat verkündet, dass Schweizer Banken in Zukunft zurückhaltender bei der Einstellung von Deutschen Staatsbürgern sein werden.

Abgeltungssteuer in Deutschland ab dem 01.01.2009

4. Februar 2008

Die Deutsche Bundesregierung hat beschlossen, dass ab dem 01.01.2009 eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, (höchstens 28%) auf Kapitaleinkünfte im Privatvermögen erhoben wird.
(Sofern die Geldanlage nach dem 01.01.2009 erfolgt ist.)

Die Abgeltungssteuer ist unabhängig von der Haltedauer.

Damit sind Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erstmals auch bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerpflichtig.

Ihr unterliegen Zinsen, Dividenden, Erträge aus Investmentfonds und Zertifikaten.
Die jeweilige Bank ist verpflichtet, den Steuerabzug vorzunehmen, und die Steuer an die Finanzverwaltung abzuführen.

Kommentar:

Die Deutsche Bundesregierung lässt nichts unversucht ihren maroden Haushalt durch Steuergelder zu sanieren.

An Kreativität mangelt es den Politikern nicht, wenn es darum geht neue Steuern zu beschließen, um an unser schwer verdientes Geld kommen.

Mittlerweile wundere ich mich über nichts mehr, und ich kann es auch gut verstehen, wenn einige Leute Ihr Geld „unter dem Kopfkissen“ lagen, und erst mal abwarten, was sich unsere Politiker noch so alles einfallen lassen.

Mir jedenfalls, fehlt jegliches Verständnis dafür, wenn sich unser Staat durch einen neuen Gesetzesbeschluss eine dicke Scheibe von den Rücklagen „des kleinen Mannes“ abschneidet.

Weitere Kommentare zu diesem Thema sind jederzeit willkommen.

113 Konkursverfahren seit Inkrafttreten des Schweizer Bankeninsolvenzrechts

30. Januar 2008

Seit dem 01.07.2004 hat die Schweizer Bankenkommission (EBK)
einhundertdreizehn Konkursverfahren eröffnet.
Von den Verfahren war keine bewilligte Bank betroffen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:
Schweizer-Bankenportal.com (Bankensicherheit)

Eine Aufstellung der bewilligten Banken finden Sie unter:
EBK (Bewilligte Institute)

Sind die Aktien von Credit Suisse, Julius Bär und UBS wieder im Aufwind???

24. Januar 2008

Positiver Kurssprung an der Schweizer Börse.
Besonders gefragt waren Aktien von Banken.

Die Aktien von Bâloise und Swiss Life stiegen um rund sieben Prozent.
Die Aktien von Credit Suisse, Julius Bär und UBS gewannen bis zu neun Prozent.

Ob die Erholung von Dauer sein wird, hängt stark davon ab, ob in den kommenden Tagen Anschlusskäufe getätigt werden.