Schweiz erlaubt bekanntgabe von Mitarbeiterdaten

14. April 2012

Die Schweizer Behörden erlauben den Banken die bekanntgabe von Mitarbeiterdaten.Banken wie Julius Bär aber auch die Credit Suisse befürworten die Entscheidung.
Zur Aufklärung ihrer Tätigkeiten dürften die Banken Informationen preisgeben,die Namen von Bankmitarbeitern sowie aussenstehende Vermögensverwalter enthalten.

Nicht erlaubt sind Preisgaben von Kundendaten.
Da in den USA zigtausende Bürger verdächtigt werden, mit Hilfe der Schweizer Banken ihr Vermögen zu verstecken und Steuern hinterziehen,hat die Schweiz auf Drängen der US Behörden, das Bankgeheimniss gelockert.

Weitere Zugeständnisse wird es aber laut der Schweizerischen Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf nicht geben.

Bankenstreit USA contra Schweiz geht in die nächste Runde

13. April 2012

Der schon seit Jahren schwelende Bankenkrieg zwischen den USA und der Schweiz geht weiter.

Weil das Bundesverwaltungsgericht aus Bern die Herausgabe von Kundendaten der Creduit Suisse an die IRS verboten hat, rechnet der New Yorker Anwalt Asher Rubinstein mit aggressiven Reaktionen.
Im vergangenen Jahr hatte das IRS ein Amtshilfeersuchen gestellt. Da jedoch nur Verhaltensmuster und keine konkreten Namen enthalten waren musste das Bundesverwaltungsgericht in Bern so urteilen da dies nicht ausreichend war.
Wie vor drei Jahren im Fall UBS könnten die US Behörden damit drohen die Credit Suisse anzuklagen und so in die Ecke treiben.Als weiteres Druckmittel haben die USA nun auch die Möglichkeit Verwaltungsorgane einer Bank und nicht wie bisher Kundenbetreuer zu verklagen.

Nach Meinung von Asher Rubinstein werden sich mit Sicherheit die US Behörden die Credit Suisse als Ziel für ihre Klage aussuchen.

Bundesgericht verteidigt Schweizer Bankgeheimniss

11. April 2012

Neuer Zündstoff im Steuerstreit um das Schweizer Bankgeheimniss.Die Richter des Bundesgerichts untersagten die Herausgabe von Kundendaten an die IRS, die amerikanische Steuerbehörde.Sie urteilten damit gegen Ihre eigene Regierung und gaben einem Kunden der Credit Suisse Recht, der gegen die Herausgabe klagte.
Durch das Verbot der Weitergabe der Kundendaten müssen die Banken nun damit rechnen daß die USA sie mit Anklagen in Zugzwang bringen.
Momentan stehen neben der Credit Suisse etwa ein dutzend Banken im Visier der IRS.
Aktuell werden 4 Mitarbeitern der Credit Suisse vorgeworfen zwischen 2002 und 2010 US Bürgern Hilfe geleistet zu haben und Einkommen und Vermögen vor der Steuer zu verheimlichen.

Nun möchten die Steuerbehörden eine Liste mit Namen der betreffenden Kunden.

Die Richter am Bundesgerichtshof gehen jedoch allenfalls von Steuerhinterziehung der Credit Suisse Kunden aus und dies würde laut Schweizerischem Recht keine Amtshilfe rechtfertigen.

Die Credit Suisse war zu keinem Kommentar bereit.

Deutsch-Schweizerisches Steuerabkommen wird schärfer

5. April 2012

Trotz angebotener Korrekturen im Steuerstreit kommt aus der Opposition weiterhin Kritik.
Finanzminister Wolfgang Schäuble möchte das mit der Schweiz erarbeitete Steuerabkommen retten in dem er Korrekturen anbietet.

Es soll Verschärfungen gegen deutsche Steuersünder geben, die Ihr unversteuertes Vermögen in der Schweiz auf schwarzen Konten lagern.Diese Korrekturen sind notwendig, da die SPD und Grünen Nachbesserungen gefordert haben und sie diesen im Bundesrat zustimmen müssen.Womit ein Alleingang Schäuble und der CDU ausgeschlossen ist.

Das Abkommen soll nun entlich ein Schlussstrich unter den jahrelangen Konflikt zwischen der Schweiz und Deutschland ziehen. An Schärfe gewann der Konflikt nachdem die Schweizer Bundesanwaltschaft gegen drei, in den Ankauf von Kundendaten, verwickelten Steuerfahnder erlassen hatte und die Deutschen Behörden um Amtshilfe bat.Die drei Steuerfahnder sollen in den Ankauf der Daten CD über Kunden der Bank Credit Suisse beteiligt gewesen sein.

Der Chef der Grünen Cem Özdemir kritisiert das Steuerabkommen trotz der Änderungen für ablehnungsbedürftig.

Zitat:”Der Inhalt ist faul, da ändert eine neue Verpackung auch nichts”

Die Koalition jedoch wies Özdemir`s Kritik zurück.

CDU Generalsekretär Herman Gröhe meinte dazu, das die SPD mit ihrer Blockadehaltung den Bundesländern schaden würde.Durch ein Scheitern des Abkommens würden dem Deutschen Finanzministerium, und den Bundesländern dringend gebrauchte Milliarden entgehen.

Experten schätzen allein die von Altvermögen Nachbesteuerung auf etwa 10 Milliarden Euro.

Deutschland und die Schweiz einigen sich im Steuerstreit

29. März 2012

Es sieht alles danach aus daß das Deutsch & Schweizerische Steuerabkommen gerettet ist, was aber bedeutet das die Schweiz erhebliche Zugeständnisse machen muss.
Im Klartext heisst daß, das die Steuerabgeltungssätze für nicht angemeldete Gelder aus der Schweiz erheblich erhöht werden und die Amtshilfe ausgeweitet werden soll wenn sich der Verdacht der Steuerhinterziehung erhärtet.

Somit soll aber das Schweizerische Bankgeheimniss erhalten bleiben.
Im Vorfeld war das Abkommen jedoch auf der Kippe da sich die SPD regierten Bundesländer quer stellten,da sie meinten das die Steuersünder sonst zu billig davon kommen würden.

Daraufhin machte die Schweiz Vorschläge zur abänderung.
Bisher war die Rede von 18% bis 34% als Höhe des Steuersatzes auf unversteuertes Vermögen.Jetzt heisst es nun das es sich im Bereich von 41 % einpendeln wird.

Die Abgeltungssteuer für künftige Erträge soll auf 29 % steigen.

Eine Ära geht zu Ende

20. März 2012

Raymond Bär tritt als Verwaltungspräsident der Julius Bär Bank ab. Er ist der Urenkel des

Bankhausgründers Julius Bär , der das Bankhaus im jahre 1890 gegründet hatte.Er kann auf eine Zeit von 24 jahren zurück blicken,in denen er unter anderem auch das New Yorker Büro leitete, bevor er dann in die Konzernleitung einstieg und nach 2 Jahren Verwaltungsratpräsident wurde.

Er wird sich am 11.04.2012 nicht mehr zur Wiederwahl aufstellen.
2003 war er dann an der Spitze des Unternehmens und nahm auf dem Chefsessel seinen Dienst auf.
Nun soll er zum Ehrenpräsidenten ernannt werden.

Der frühere Finanzchef von Glencore und Vorstandschef von Xstrata. Daniel Sauter soll seine Nachfolge antreten, der auch schon seit 2007 der Bank als Verwaltungsrat dient.

Sein neues Tätigkeitsfeld als Ehrenpräsident wird dahingehend sein, daß er sich um den Steuerstreit mit den US Behörden kümmern wird.In einem extra für diesen Zweck gegründeten Sonderausschuss im Verwaltungsrat wird er als Vorsitzender fungieren.