Stellenstreichungen bei der UBS?
18. Januar 2008Vermutlicherweise wird die Schweizer Großbank UBS ihre Investmentbank verkleinern.
Dies würde eine Verringerung des Personals im Eigenhandel und Immobiliengeschäft von bis zu 50% bedeuten.
Vermutlicherweise wird die Schweizer Großbank UBS ihre Investmentbank verkleinern.
Dies würde eine Verringerung des Personals im Eigenhandel und Immobiliengeschäft von bis zu 50% bedeuten.
Nach den Milliardenabschreibungen im Jahr 2007, wird die Schweizer Großbank UBS auch im Jahr 2008 die Folgen der amerikanischen Kredit-Krise spüren.
Voraussichtlich wird auch dieses Jahr das Finanzmarktumfeld insbesondere der Markt in den USA unsicher bleiben.
In dem am Freitag veröffentlichten Aktionärsbrief, schreibt die UBS, dass auch das Jahr 2008 ein schwieriges Jahr werden wird. Aus diesem Grund wirbt die Bank für eine geplante Kapitalaufstockung durch ausländische Investoren.
Am 27.02.2008 findet die ausserordentliche Hauptversammlung statt.
Die geplante Kapitalerhöhung mit Investoren aus Singapur und dem Nahen Osten in einer Höhe von 13 Milliarden Franken (7,97 Milliarden Euro) seien im besten Interesse der Aktionäre.
Von den Standorten Wien und Salzburg, startet die Schweizer Großbank mit der Vermögensverwaltung für betuchte Österreichische Privatkunden.
Die Credit Suisse ist zwar schon seit 1992 in Wien vertreten. Der Standort soll aber nun ausgebaut werden. Zuvor lag die Priorität bei dem Ausbau der Standorte, Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien. Österreich ist nun die “Speerspitze” der momentanen, zweiten Expansionswelle der Credit Suisse in Europa.
Das Geschäftskonzept der CS ist auf vermögende Privatpersonen, Geschäftskunden und Stiftungen ausgelegt. Über Mindestveranlagungsgrenzen wird nur ungern gesprochen, allerdings munkelt man von Veranlagungen ab einem disponiblen Vermögen von einer Million US-Dollar. Geplant ist, dass sich der Standort Österreich in zwei bis vier Jahren in der Profitzone bewegt.
Die Immobilienkrise in den USA trifft auch die 2 größten Banken in der Schweiz.
Die größte Schweizer Bank UBS kündigte für das beendete dritte Quartal einen Verlust vor Steuern in Höhe von circa 480 Mio. Euro an.Dies ist für die UBS der erste Quartalsverlust seit 9 Jahren.
Der UBS-Chef M. Rohner rechnet aber für das Gesamtjahr mit einem Gewinn “auf gutem Niveau”. Der Großteil des Geschäfts laufe sehr gut. “Wir sind nun wieder in einer Position, um Geld zu verdienen”, sagte Rohner. Bei der Bewertung der Kreditpositionen sei die Bank sehr vorsichtig gewesen.
Die Folge sind Abschreibungen in Höhe von 2,4 Mrd. Euro.
Auf der obersten Führungsebene hat das schlechte Abschneiden der Bank ebenfalls Folgen. Der Leiter des Investmentbankings, Hew Jenkins, und Finanzvorstand Clive Standish verlassen die Bank.
Die Kreditkrise machte sich auch bei der Credit Suisse bemerkbar.
Einen Verlust gab es im dritten Quartal aber nicht.
Laut Aussagen der zweitgrößten Bank in der Schweiz, werde der Gewinn aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach Steuern mindestens 600 Mio. Euro betragen.
Die negativen Nachrichten wurden aber eher gelassen von den Investoren aufgenommen.
“Der Markt hat anscheinend mit höheren Einbußen gerechnet”, sagte Georg Kanders von der WestLB.
Die Schweizer Banken sind trotz US-Bankenkrise zuversichtlich.
Anlässlich des Bankiertages in Zürich, am vergangenen Donnerstag, sagte Urs Roth (Geschäftsleitungs-Vorsitzender der Schweizerischen Bankiervereinigung, SBVg)
„Über das ganze Jahr 2007 gesehen, dürfte die Zunahme des Geschäftserfolges der Schweizer Banken im Bereich des Vorjahres liegen. Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten, bedingt durch die Krise am US-Hypothekenmarkt bleiben jedoch bestehen.
Laut dem Bankenbarometer BAK Basel Economics, erzielte der Schweizer Bankensektor 2006 mit 73 Mrd. Schweizer Franken ein Rekordergebnis. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug 6,5%. Das verwaltete Vermögen stieg im vergangenen Jahr um 13,7% auf 5017 Mrd. Schweizer Franken. Das günstige Umfeld hat bei den Banken zu der grössten Beschäftigungszunahme seit dem Boomjahr 2000 geführt. Der Personalbestand stieg um 3,7% auf 104′000 Stellen.
2007 dürfte der Personalbestand um weitere 3% wachsen.
vom 7. August 2007
Ich kann in diesem Fall meinem Kollegen vom
Investments und Geldanlagen - Blog und dem Bericht von Euro Finanzen nicht zustimmen.
Mehrere Punkte sprechen gegen die Lockerung des Bankgeheimnisses in der Schweiz.
1. Die Schweiz gehört nicht zur EU, und kann nicht von der EU gezwungen werden das Bankgeheimnis zu lockern.
2. Die meisten Entscheidungen werden in der Schweiz durch Volksabstimmung entschieden. Die letzte Umfrage hat folgendes ergeben:
67 % waren der Auffassung, dass das Finanzgewerbe die wichtigste Wirtschaftsbranche der Schweiz ist.
79 % der Bevölkerung sprach sich für die Beibehaltung des Bankgeheimnisses aus.
73 % waren der Meinung, dass der Druck aus dem Ausland auf das Bankgeheimnis zunehmen wird.
76 % waren gegen eine Lockerung des Bankgeheimnisses.
Meiner Meinung nach sprechen die Zahlen für sich.
3.
c.a. 5,5% der Arbeitskräfte in der Schweiz sind im Finanzbereich tätig.
c.a. 25% des Ertragsbilanzüberschusses wird in der Schweiz im Finanzbereich erwirtschaftet.
c.a. 10% des gesamten Schweizer Steueraufkommens stammt aus Einkommens-, und Unternehmenssteuer des Finanzsektors.
c.a. 14% der Wertschöpfung der Schweizer Volkswirtschaft wird durch die Finanzbranche erbracht.
Für mich ist es unvorstellbar, dass ein Staat wie die Schweiz, freiwillig die eigene Wirtschaft ruiniert.
Ich denke dass alles “Panikmache” ist, mit dem Ziel Investoren und Anleger bei Schweizer Banken zu verunsichern, um sie zur Geldanlage in einem EU Land zu bewegen.